Tag der Seifenblasen

Seit 2012 existiert ein Feiertag, der die Seifenblasen zelebriert. Dieser findet am 5. Oktober statt.
Historisch gesehen gibt es Seife und somit auch Seifenblasen seit den Sumerern, die sie aus der Asche von Tannenzapfen oder Dattelpalmen und Ölen herstellten. Diese oder sehr ähnliche Rezepturen dürften sich bis in die europäische Antike gehalten haben. Der Römer Plinius beschreibt die Herstellung von Seife aus Ziegentalg und Holzasche. Im 7. Jahrhundert verbesserten die Araber die Rezeptur, so, dass diese eine ähnliche Festigkeit erlangte, wie wir sie heute kennen. Dieses Wissen verbreitete sich schnell in ganz Europa. Bis ins Hochmittelalter war der Besuch von Badehäusern ein fixer Bestandteil der Kultur. Erst durch den Irrglauben, Wasser öffne den Körper für Krankheiten wie Pest und Cholera, hörte dies auf. Die so genannte Trockenreinigung setzte sich durch, doch verhinderte auch sie die Verbreitung der Krankheiten nicht. Der Adel betrieb Körperhygiene lieber mit Puder als mit Wasser und Seife. Erst Ludwig XIV. verhalf der Seife wieder zur Salonfähigkeit. Ende des 18. Jahrhunderts verdrängte das künstlich Hergestellte Soda die Pottasche in der Seifenherstellung.
Doch wann wurde aus einem Hygieneprodukt ein Spielzeug? Den ersten Nachweis lieferte uns Pieter Bruegel auf seinem Gemälde „Die Kinderspiele“ 1560. Die ersten Seifenblasen, so wie wir sie kennen, gibt es seit 1948. In diesem Jahr entwickelte der deutsche Chemiker Rolf Hein eine Lauge, die so sehr schäumte, dass er zu der Flüssigseife eine Drahtschlaufe mit Haltegriff dazulegte und das ganze unter dem Namen „Pustefix“ verkaufte.

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