Heiliger Arnulf – Patron der Bierbrauer

Am 14. August gedenkt die katholische Kirche Arnulf von Soissons, dem Schutzheiligen der Bierbrauer und Müller. Im 11. Jahrhundert als Sohn adliger Eltern in Flandern geboren, entschied sich Arnulf das Leben als Ritter gegen eine klerikale Laufbahn zu tauschen. Als er zum Abt des Klosters Staint-Médard in Soissons gewählt wurde, versteckte er sich im Wald. Doch ein Wolf verriet ihn.1080 wurde er zum Bischof von Soissons ernannt. Nach einem Streit mit seinem Vorgänger über politische Belange, legte er sein Amt nach nur fünf Jahren nieder. Er gründete in Oudenburg ein Kloster, in dem er sich der Brauerei widmete. Während einer Epidemie überzeugte Arnulf die Mönche und Untertanen des Klosters statt Wasser Bier zu trinken. Das rettete den Menschen das Leben, da die Krankheit durch verseuchtes Wasser übertragen wurde.

Es wäre aber nicht die katholische Kirche, wenn nicht die selbe Legende für einen zweiten heiligen in Verwendung wäre: Arnulf von Metz. Dieser lebte in Frankreich von 582 bis 640 n. Chr. Auch er war adliger Abstammung und verfolgte eine politische Karriere am Hof von Chlothar II. Er wurde 614 zum Bischof von Metz gewählt, doch legte er das Amt wieder nieder und zog sich ins Kloster Remiremont zurück. Dort widmete er sich der Pflege von Aussätzigen und Kranken. Dadurch erkannte er die Folgen von verschmutztem Wasser. Seine Lösung war einfach: Er warf ein Kruzifix in einen Bierkessel und keiner, der daraus trank, litt unter der Seuche.
Nach seinem Tod sollten Arnulfs Gebeine von Remiremont nach Metz zurückgebracht werden. Bei der Prozession soll sich folgendes ereignet haben: Mehrere tausend Menschen litten unter der starken Sommerhitze, so dass sie in einem kleinen Dorf halt machten, um sich zu stärken. Doch hatte das Gasthaus nur einen Humpen Bier übrig. Nach einem Stoßgebet an den Verstorbenen füllte sich der Humpen immer wieder, bis alle ihren Durst gelöscht hatten.

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