Franz Xaver Gabelsberger

Vor 230 Jahren, am 9. Februar 1789, kam Franz Xaver Gabelsberger als Sohn eines Hofblasinstrumentenbauers in München auf die Welt.

Mit nur 3 Jahren verlor er seinen Vater, der seine Familie mittellos zurückließ. Nur durch einen Gönner konnte Franz Xaver ein Gymnasium besuchen, für ein Studium fehlten jedoch die Mittel. Seinen Wunsch als Elementarlehrer zu arbeiten, musste er auf Grund seiner schlechten Gesundheit und finanziellen Lage aufgeben. Also blieb ihm nichts anderes übrig, als den Lebensunterhalt auf andere Art und Weise zu verdienen. Dies gelang ihm dank seiner auffallend schönen Handschrift im Staatsdienst als Diurnist und Kanzlist. Bei seiner täglichen Arbeit vermisste er bald ein Schriftsystem, das zum schnellen Notieren geeignet war. So erfand er bereits 1817 ein solches, das bereits zwei Jahre später so ausgereift war, dass er es im bayrischen Landtag vorstellen konnte. Die Verfeinerung seiner Schrift dauerte dann allerdings noch einige Jahre. 1829 wurde die Schrift als „durchaus originell und bei hinreichender Kürze geläufiger, zuverlässiger und lesbarer als jede frühere“ bezeichnet. Gabelsberger erhielt vom Landtag eine Unterstützung von 1000 Gulden, die zur einen Hälfte als Gehalt und zur anderen Hälfte für Unterrichtszwecke vorgesehen war.

Die Krönung seiner Arbeit stellte das Lehrbuch „Anleitung zur deutschen Redezeichenkunst oder Stenographie“ dar, das nach 17 Jahre dauernder Perfektionierung seines Schriftsystems erschien. 1843 erschien mit „Neuen Vervollkommnungen in der deutschen Redezeichenkunst oder Stenographie“ ein Werk, in dem weitere Verbesserungen der Kurzschrift präsentiert wurden.

Franz Xaver Gabelsberger verstarb am 4. Jänner 1849 überraschend an einem Schlaganfall in München.

Die nach ihm benannte Kurzschrift verbreitete sich rasant in Deutschland, bereits 1862 wurde eine Straße in seiner Heimatstadt nach ihm benannt.

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