Die Tragödie von Mayerling

Heute, am 30.1.1889, also vor 130 Jahren nahm sich Kronprinz Rudolf in seinem Jagdschloss das Leben. Wie wir alle wissen, war er dabei nicht alleine: Mary Freiin von Vetsera begleitete ihn in den Tod.

Die tragischen Ereignisse setzten auch den Kaiser in Wien unter Druck. Dieser hatte nicht nur seinen Sohn und Thronfolger verloren, sondern die genauen Details rund um den Tod Rudolfs durften unter keinen Umständen ans Tageslicht kommen. So ließ man ein Gutachten ausstellen, das bescheinigt, dass der Kronprinz zu dem Zeitpunkt seines Selbstmordes nicht Herr seiner Sinne war. So wurde es möglich gemacht Rudolf mit einer kirchlichen Zeremonie in der Kapuzinergruft beizusetzen. Doch stand immer noch der Vorwurf des Mordes an der jungen Mary Vetsera im Raum. Auch dafür fand man eine Lösung: So setzte man sie bekleidet in einen Fiaker und bracht sie aus dem Jagdschloss in Mayerling weg. Sie wurde nur ungefähr 1 km weiter am Friedhof des Stifts Heiligenkreuz heimlich beigesetzt.
Noch im selben Jahr ließ Kaiser Franz Joseph das Schloss zu einem Kloster für Karmelitinnen umbauen, welche auch heute noch dort leben.
Wie sich die Tragödie um den Tod Kronprinz Rudolfs und seiner Geliebten Mary Vetsera genau abspielte, werden wir nie wirklich erfahren. Nach dem Tod des Kronprinzen rutschte Erzherzog Franz Ferdinand nach und wurde nun zum Thronfolger seines Onkels, Kaiser Franz Joseph.

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